Blogartikel als E-Books auf dem Reader

Seit einigen Wochen bin ich stolzer Besitzer eines E-Book Readers. Elektronische Bücher und Blogartikel lassen sich auf dem Display mit elektronischer Tinte wesentlich angenehmer lesen als auf jedem Computermonitor oder Tabletdisplay. Doch wie gelangen die Webseiten auf den Reader?

Sony Reader PRS-T1

Ich habe lange über die verschiedenen E-Book-Reader und die Möglichkeiten auf ihnen Webseiten lesen zu können recherchiert. Dabei war lange Zeit der Kindle Touch 3G von Amazon meine erste Wahl. Jeder Kindle hat eine eigene E-Mail Adressen zum Senden von Inhalten an das Gerät. Das macht sich das Browserplugin Send to Kindle zunutze. Per Knopfdruck gelangt so eine Webseite als E-Book auf den Kindle.

Das erschien mir ideal. Leider gibt es den Kindle Touch 3G in Deutschland noch nicht. Mit dem Kindle eReader Wi-Fi wäre das zwar möglich, jedoch fehlt mir bei dem Gerät das “Touch”. So musste also eine andere Alternative her, die hierzulande auch verfügbar ist. Da kam der Sony Reader Wi-Fi PRS-T1 ins Spiel. Das Gerät hat W-Lan und einen einfachen Browser zum Herunterladen von E-Books an Bord.

Wie sieht also mein Setup aus?

In meinem Chrome habe ich das Plugin dotEPUB installiert. Das erstellt mir auf Knopfdruck von der aktuell angezeigten Internetseite ein von unnützen Dingen befreites E-Book im epub-Format. Das funktioniert bei den meisten Webseiten auch recht gut.

Die so erstellte epub-Dateien landet auf der Platte in einem von Dropbox überwachten Verzeichnis. Dropbox kümmert sich automatisch um das Hochladen der epub-Dateien in die Cloud.

Auf dem Reader rufe ich dann später mit dem Browser meinen Dropbox-Ordner mit den epub-Dateien auf und lade die neuen Seiten herunter. Danach steht dem Lesevergnügen der so gesammelten Blogposts offline nichts mehr im Wege.

Zugegeben, der Send to Kindle Weg klingt wesentlich einfacher und komfortabler. Hoffnungsschimmer ist das dem PRS-T1 zugrunde liegende Android und der zum Frühjahr 2012 in Deutschland angekündigte Sony Reader Store. Es kann also noch komfortabler werden.

Bildquelle: Sony

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2 Gedanken zu “Blogartikel als E-Books auf dem Reader

  1. Aber ist das nicht ziemlich nervig, wenn man wie gewohnt auf einer Webseite einen Link anklicken will? Und wie macht es mit den heute häufig auftretenden Verteilungen von langen Artikeln auf mehrere Seiten? Muss man dann jede Seite einzeln hochladen?

  2. Das Setup ist für das reine Lesen des Textes und evtl noch das Ansehen der Bilder von langen Blogartikeln gedacht. Das Aufrufen verlinkter Seiten ist auch auf dem Reader möglich, jedoch braucht man dazu wieder W-Lan. Und das Surfen macht auf dem e-Ink-Display nicht wirklich spaß. Aber dafür ist der Reader auch nicht gedacht.

    Ich pack auch nicht alle Blogartikel, die ich über den Tag verstreut aufrufe, als ePub in die Dropbox. Ich lese weiterhin auf dem Computerbildschirm, wenn es die Situation verlangt. Wie z.B. bei Artikeln mit vielen Links. ;) Aber auch Videos & Co sind nichts für den Reader.

    Mehrere Seiten lange Artikel muss ich mit dem derzeitigen Setup noch einzeln hochladen. Das stimmt und ist auch nervig. Es gibt also noch Verbesserungsmöglichkeiten :)

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