CodeGear baut an einem neuen Compiler

Seit geraumer Zeit gibt es bei CodeGear bereits die Pläne ein 64bit-Delphi zu veröffentlichen. Nick Hodges hat nun, wie Robert zu berichten weiß einen sehr interessanten Artikel über die Zukunft des hauseigenen Compilers veröffentlicht.

Kurz zusammengefasst besteht der Delphi- und der C++-Compiler aus einem Frontend und einem Backend. Das Frontend liest den Quelltext ein, überprüft ihn auf Korrektheit und baut daraus die DCUs. Das Backend schmiedet anschließend die DCUs zu einer ausführbaren Datei zusammen. So das grobe Prinzip.

Nun wäre es sicherlich mögilch, das Backend so umzustricken, dass es statt 32bit-Code 64bit-Code erstellt. Das wäre aber laut Nick Hodges nicht der richtige Weg und mehr Flickwerk denn wirkliche Neuentwicklung.

Daher besteht nun der Plan den Compiler komplett neu zu erstellen. Mit einem neuen Frontend und einem neuen Backend. Soweit schon recht gut, aber noch nicht spannend genug. Es kommt noch besser.

Zum einen wird das neue Frontend die bisherigen Sprachkonstrukte unterstützten sowie Raum für neue, innovative offen lassen. Das Backend hingegen soll ein gemeinsames für Delphi und C++ werden. Somit wären die Zwischendateien sowohl von Delphi als auch C++ gleichermaßen les- und verarbeitbar.

Das lässt nun Spielraum für Spekulationen. Beim Lesen des Artikels musste ich unwillkürlich an die .NET Plattform denken, bei der Code jeder .NET-Sprache miteinander gemsicht werden kann. So wie es sich liest, wird das auch mit dem neuen CodeGear-Compiler möglich sein.

Ob das der Fall sein wird, werden wir spätestens Mitte 2009 sehen. Denn dann wird eine erste Vorabversion des neuen Compilers veröffentlicht. Die finale Version kommt dann Mitte 2010. Ich für meinen Fall bin gespannt und würde es durchaus begrüßen, wenn Delphi- und C++-Code gemischt werden könnte. Oder macht das überhaupt keinen Sinn? Dank der geplanten neuen Funktionen im Delphi- und C++-Frontend?

CodeGear baut an einem neuen Compiler
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