Ein Passagier auf Schienen

Nachdem ich mich in den letzten Wochen recht intensiv mit Ruby on Rails beschäftigt habe, ist es nun Zeit meinen Server für die Fahrt auf der Schiene vorzubereiten. Die meisten Anleitungen, die ich gefunden habe, beschäftigten sich mit Mongrel samt Apache inklusive Load Balancing. Mit Passenger und der Ruby Enterprise Edition bietet Phusion zwei interessante Softwarepakete zum Hosten von Railsanwendungen an. Laut Phusion soll der Server mit bis zu 33% weniger Speicher auskommen als vergleichbare Lösungen. Neugierig geworden, hab ich mich an das Setup der beiden Open Source Pakete auf meinem Debian-Server gemacht.

Zuerst besorgt man sich die Quellen der beiden Pakete von den o.g. Projektseiten. Die Installation gestaltet sich dank Installer recht einfach. Die Installationsroutinen prüfen als erstes, welche Softwarepakete zur Installation noch notwendig sind. Alternativ zu den Quellen steht auch ein fertig gebautes DEB-Paket für Ubuntu 8.04 bereit.

Auf zu Schritt 1: Die Installation von Ruby Enterprise Edition.
Um die Quellen übersetzen zu können, brachte ich noch ein paar Pakete.

Danach starte ich den Installer aus dem ausgepackten Quellverzeichnis und nach ein paar Minuten hat er mir unterhalb von /opt/ruby-enterprise-1.8.6-20090201 den Rubyinterpreter gepackt. Einfach und schnell wie so vieles bei Rails 🙂 Damit ich nicht jedesmal den kompletten Pfad zur Ruby-Installation angeben muss, wenn ich gem, rake oder rails aufrufe, passe ich die PATH-Angabe in /etc/profile entsprechend an.

Schritt 2: Die Installation von Passenger
Die Ruby Enterprise Edition bringt die Quellen für Passenger praktischerweise gleich mit und gibt mir nach dessen Installation auch gleich den Hinweis, wie ich das Passenger-Modul für den Apache2 erzeugen kann. Der Aufruf von

startet den Installer für Passenger, welcher mir wieder offenbart, dass noch einige Pakete zum Übersetzen der Quellen fehlen. Das hole ich mit

nach und starte den Installer neu. Nach ein paar Sekunden ist das Modul fertig und wartet darauf in den Apache2 eingebunden zu werden. Wie das geht, verrät mir ebenfalls der Installer. Die 3 Zeilen füge ich in die Datei /etc/apache2/conf.d/passenger ein.

Danach noch ein Neustart vom Apache und schon kann ich beginnen meine Applikation auf den Server zu übertragen. Phusion bietet mir an, die Railsapplikation als einen eigenen VirtualServer dem Apache bekannt zu machen. Andere Wege gibt es auch, die beleuchte ich aber später. Als einen eigenen VirtualHost angelegt.

Kling einfach, ist es auch. Ausprobiert und läuft 🙂

Zumindest meldet sich Passenger mit einer Fehlermeldung. Irgendetwas passt ihm noch nicht. Ein Blick in das error.log vom Apache, wie mir die Fehlermeldung rät, zeigt, dass ich natürlich noch Rails installieren muss.

Et voila. Meine erste Railsanwendung auf meinem Server 🙂

Ein Passagier auf Schienen
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