Windows 7 ISV Readiness Lab – Tag 1

Durch meinen Arbeitgeber darf ich am Windows 7 ISV Readiness Lab von Microsoft teilnehmen. Nein; nicht in Redmond, sondern im deutschen Hauptquartier in Unterschleißheim, vor den Toren Münchens. Heute war Tag 1 von 2. In nicht weniger als 10 Sessions haben wir innerhalb von 8 Stunden einen kompakten Überblick über die für Softwareentwickler wichtigen Neuerungen von Windows 7 gegenüber Windows XP bekommen. Als Nachfolger von Windows Vista wird die Nummer 7 neben Verbesserungen auch einige neue Sachen bieten.

Interessant finde ich die Libraries genannten Sammlungen von Ordnern und Dateien. So kann sich jeder seine Dateien thematisch in verschiedenen Bibliotheken sortieren und verwalten. Nun gut. Das war bisher auch mit Ordnern möglich. Die Libraries arbeiten jedoch mit Links und ermöglichen so das Einsortieren von Dateien und Ordnern in mehr als einer Library. So können z.B. alle zum Entwickeln wichtige Quellen, Programme und Dokumente, die auf der Platte oder im Netz verstreut liegen, in einer Library zusammengefasst werden. Ein Feature, mit dem ich mit Sicherheit etwas herumspielen werde 🙂

Weiterhin können die Widgets, die unter Vista noch in der Sidebar gefangen sind, beliebig auf dem Desktop platziert werden. Ein WLAN-Manager zeigt verfügbare WLANs an und erleichtert das Verbinden zu diesen. Irgendwie erinnern mich diese Features an KDE4 😉

Neu ist auch die Taskbar, die nun ähnlich wie unter Mac OS X sowohl laufende Prozesse als auch Shortcuts anzeigt. Gabs bisher auch, jedoch nicht in gemischter Form. Bisher gab es einen Bereich mit Shortcuts und einen für die aktiven Applikationen. Das ist nun etwas aufgeweicht worden. Mal sehen, wie sich das in der täglichen Arbeit anfühlen wird. Interessant ist die Möglichkeit, dass jedes Programm nun seinem Icon sowohl in der Taskbar als auch im Startmenü eigene Funktionen hinzufügen kann. Microsoft Word zeigt so per Kontextmenü z.B. die zuletzt bearbeiteten Dokumente an und erlaubt darüber einen schnellen Zugriff auf diese.

Besonders interessant finde ich die Möglichkeit von Windows 7 jede Festplatte in ein VHD-Image zu wandeln, von diesem Image zu booten und das Image ggf. wieder auf die Platte zurückzuspielen. Besonders für Test- und Entwicklungszwecke finde ich das Feature sehr geeignet. Schade nur, dass die Entwickler aus Redmond nicht auf das offene VMDK-Format setzen. Somit würde nicht nur VMWare sondern auch VirtualBox als Virtualisierer unterstützt werden. Mit ersterem kann bereits jetzt ein laufendes System virtualisiert werden. Bleibt zu testen, welche der beiden Varianten für den täglichen Einsatz geeigneter ist 🙂

Wer Interesse an Windows 7 hat, welches auch auf Netbooks mit 512MB RAM und Atom-CPU performant laufen soll, kann sich ab heute den für ein Jahr lauffähigen Release Kandidaten von Windows 7 herunterladen.

Morgen geht es ans Eingemachte. Da darf ich unsere Anwendungen auf einem Windows 7 Rechner installieren, die Kompatibilität prüfen und ggf. fixen. 🙂

Windows 7 ISV Readiness Lab – Tag 1
Markiert in:     

Ein Gedanke zu „Windows 7 ISV Readiness Lab – Tag 1

Kommentar verfassen