Kopiert Palm Apple?

WebOS und die Palm Pre Geräte werden seit dessen Ankündigung als Palms Rettungsanker und erster ernst zu nehmender Apple iPhone-Killer gehandelt. Doch wen ich lesen muss, dass Palm mit ihrem zentralen App Catalog, dem Pendant zu Apples App Store, in die Fussstapfen des Konkurrenten tritt, kommen erste Zweifel auf, ob das der für Palm richtige Weg ist. Da werden Open Source Anwendungen für Palms WebOS nicht im App Catalog freigegeben. Weiterhin wird dem Autor der Anwendungen, namentlich Jamie Zawinski, verboten diese auf seiner eigenen Seite bereitzustellen.

Nach einigen Wochen dann die vermeintliche Wende bei Palm. Jamie Zawinski darf seine Anwendungen auf seiner eigenen Seite anbieten. Möchte er jedoch die – wohlgemerkt Open Source – Anwendungen für jedermann im App Catalog gelistet haben, möchte er doch ein gültiges PayPal-Konto vorweisen und eine Gebühr von 99 US$ jährlich entrichten.

Ähem. Also Palm: Das ist definitiv der falsche Weg. Es ist richtig und essenziell, dass Palm mit ihren neuen Geräten, dem WebOS und dem dazugehörigen App Catalog Geld verdienen möchte und auch muss. Aber sollte man nicht denjenigen entgegenkommen, die in ihrer Freizeit Anwendungen für die neue Plattform schreiben, diese der Allgemeinheit zur Verfügung stellen und somit dem neuen Sproß aus dem Hause Palm zu mehr Glanz verhelfen?

So wird das nichts mit dem iPhone-Killer. Aber gut; wie Ben Galbraith verlauten lässt befindet sich Palms App Central noch im Betastadium und das Unternehmen sammelt erste Erfahrungen mit einem zentralen Softwarestore. Aus Fehlern lernt man ja bekanntermaßen.

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