TechEd09 – Halbzeit

Der dritte Tag ist geschafft und ich auch 🙂 Aber es kommen noch zwei sicherlich interessante Tage. Was gab es heute zu sehen? Zuerst begab ich mich in die parallele Welt. Nein; nicht in eine Scheinwelt, sondern in die der parallelen Verarbeitung von Prozessen. Sprich Mutltithread und Multicore. Dazu besuchte ich in der ersten Session „Give Your Application a Triple Boost with Windows 7, Microsoft.NET Framework 4.0, and Intel Multi-Core“. Rami Raid von Intel Software zeigte eindrucksvoll die Verbesserungen in der parallelen Verarbeitung in Windows 7 und dem .NET Framework 4.0. Weiterhin plauderte er etwas aus dem Nähkästchen von Intel. So wird der Prozessorlieferant ab dem nächsten Jahr keine Single Core CPUs mehr ausliefern. Was mit dem Atom-Prozessor wird, habe ich dummerweise vergessen zu fragen.

Die zweite Session spielt in der selben Liga. „F# for Parallel and Asynchronous Programming“. Donald Syme zeigte eindrucksvoll die Features der neuen Sprache im .NET Framework. F# vereint die Syntax von OCaml mit der Objektorientierung von C#. Beides bringt eine höchst parallelisierbare Sprache hervor. Das wurde uns auch eindrucksvoll mit parallel laufenden Abfragen an Bing und einer animierten OpenGL-Anwendung gezeigt. Hat man sich erst einmal an die an Python erinnernde Syntax gewöhnt, lassen sich sehr schnell parallele Prozess erstellen.

Die Schlacht ist geschlagen...
Die Schlacht ist geschlagen...

Nach dem Ausflug in die parallele Welt fand ich mit „Unit Testing Best Practices“ von Roy Osherove schnell wieder zurück zu meinen Wurzeln. Schreibe einfache, gut lesbare und leicht wartbare Tests. Verwende niemals Logik in Tests und Teste stets nur eine Sache in einem Testfall. Dies und vieles mehr präsentierte uns Roy auf eine leicht verständliche Art und Wiese. Genau das richtige nach dem wirklich leckeren Mittagessen 😉

Nach Unit Testing besuchte ich „Developing with Microsoft SQL Server Spatial: Deep Dive into Spatial Indexing“. Michael Rys führte uns in die Tiefen der Spatial Indexes ein und zeigte uns, wie genau die Indizies arbeiten, wie man sie am besten erstellt und welche Auswirkungen sie auf die Ausführungszeit von Querys mit Geografischen Daten hat.

Als letzte Veranstaltung des Tages wählte ich „How Microsoft Does It: Internal Use of Team Foundation Server and Microsoft Visual Studio Team System for Software Development“. Stephanie Cuthbertson arbeitet beim Visual Studio Team Foundation Server Team und präsentierte in einem doch recht hohen Tempo einige Internas aus der Entwicklung vom TFS 2010. Viele kleine und vor allem überschaubare Teams arbeiten an Funktionen in Iterationen von bis zu 6 Wochen. Besonder gefallen haben mir die Gated Checkins. Dabei werden Code-Änderungen von Entwicklern an den TFS übertragen und mit diesen wird ein Build und ein Testrun auf einem zweiten Server angestoßen. Erst wenn beides ohne Fehler durchlaufen ist, gelangt der Code in das für andere Entwickler sichtbare Repository. Hervorragend. Besser kann man seinen Code kaum noch vor Fehlern schützen…

TechEd09 – Halbzeit
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