VirtualBox 3.1 macht für mich VMWare Workstation überflüssig

Seit heute gibt es Version 3.1 von VirtualBox aus dem Hause Sun. Die frei verfügbare Virtualisierung ist schon länger meine erste Wahl für virtuelle Maschinen. Doch ein Killer-Feature hat mir bisher immer noch gefehlt. Eine annähernd geniale Verwaltung der Snapshots wie in VMWare Workstation. Dort können seit einigen Versionen sämtliche Snapshots wiederhergestellt und die Arbeit an dieser Stelle fortgesetzt werden. Das gab es so in VirtualBox bis Version 3.1 nicht. Dort konnte immer nur der letzte Snapshot wieder hergestellt werden. Doch nun ist VirtualBox 3.1 da und bringt genau diese Funtionalität mit. Und das ganze funktioniert auch, wie es soll. Perfekt. Nun kann ich meine Gedanken über einen eventuellen Kauf der VMWare Workstation Bord schmeißen.

verzweigte Snapshots in VirtualBox 3.1
verzweigte Snapshots in VirtualBox 3.1

Und wozu braucht man diese verzeigten Snapshots eigentlich? Nun ganz einfach. Im Bild sind die Snapshots meiner Windows7-VM zu sehen. Da ich nur eine Lizenz besitze, darf ich Windows7 auch nur einmal installieren und registrieren. Doch was hindert mich daran verschiedene Zustände dieser VM zu sichern und jederzeit wieder herzustellen? Genau. Mit VirtualBox 3.1 nichts mehr 🙂 Und genau das mache ich mir auch zu Nutze, indem ich einen Zweig für eine Entwicklungsmaschine und einen weiteren für eine Officemaschine nutze. Ein dritter Zweig wird eine saubere Installation von Windows7 sein, auf der ich verschiedene Programme testen kann, ohne Gefahr zu laufen, eine meiner anderen Zweige (Entwicklung und Office) zu zerschießen. Immer schön getrennt voneinander 🙂

Achja: VirtualBox 3.1 bietet natürlich nicht nur die verbesserte Snapshotverwaltung. So laufen auch 64bit Gäste wesentlich schneller, was ich mit einem Start meiner Windows Server 2008 R2 VM bestätigen kann. Ein weiteres Killerfeature dürfte das Veschieben von VMs zur Laufzeit von einem auf einen anderen Host sein. Das konnte ich mangels Hardware noch nicht testen, ist aber in der Virtualisierung ein sehr gern gesehenes Feature.

Mich begeistert VirtualBox seit Version 2.x immer weider aufs neue. Zum einen gibt es eine, wenn auch in der Funktionalität etwas abgespeckte, Open Source Version von VirtualBox und zum anderen für den privaten Gebrauch eine voll ausgestattete private Version. Ich sehe im Moment keinen Grund (mehr) auf eine andere Desktopvirtualisierung umzusteigen. Übersehe ich etwas? Gibt es Funktionen die ich bisher nichte kannte, auf dem Desktop aber unerlässlich sind? Wenn ja klärt mich bitte auf 🙂

VirtualBox 3.1 macht für mich VMWare Workstation überflüssig
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