Rezension: The Pragmatic Programmer

Schon lange stand das Buch The Pragmatic Programmer auf meiner Wunschliste. Letztes Jahr im Urlaub habe ich mir es dann endlich gekauft und natürlich auch gelesen. Das Buch mit dem Untertitel „from journayman to master“ von den Autoren Andrew Hunt und David Thomas beschreibt deren Erfahrungen in der Softwareentwicklung, bekannte Stolpersteine und Tips, wie man Probleme umgehen kann. Die Autoren nehmen den Leser mit auf eine 8 Kapitel lange Reise.

Der Einstieg

In den ersten beiden Kapiteln wird der Leser an das Thema herangeführt. Philosophische Geschichten wie die der Stone Soup and Boiled Frog sowie der Aufbau eines eigenen Wissensportfolio und der Fähigkeit zur Kommunikation stellen den Einstieg in die pragmatische Programmierung dar.

The Pragmatic Programmer

Die Tools

Danach geht es in Kapitel 3 zu den Basistools, die jeder Entwickler beherrschen sollte. So gehören Plain Text, ein vernünftiger Editor, Source Code Control und ein Debugger zum Handwerkszeug eines jede Programmierers. Leider macht sich hier das Alter des Buches bereits bemerkbar. Geschrieben im Jahr 2000 sind einige Tools wie z.B. RCS und CVS bereits von besser geeigneten abgelöst. Jedoch behält der Grundtenor, sich eine Palette an Tools aufzubauen, auch heute noch seine Gültigkeit.

Das Programmieren

Nachdem die Grundlagen geklärt sind und die Toolbox gefüllt ist, widmen sich die Autoren in Kapitel 4 der pragmatischen Paranoia und wie man ihr begegnen kann. Dabei spielen Themen wie Design by Contract, Fehlerbehandlung und Ressourcenverwaltung eine Rolle. Anschliessend geht es in Kapitel 5 „Bend, or Break“ um die Entkopplung von Komponenten, der Metaprogrammierung und das Model-View-Paradigma. In Kapitel 6 geht es ans Coden selber und an Dinge wie z.B. Refactoring.

Die Projekte

Die beiden letzten Kapitel behandeln die pragmatische Arbeit in Projekten. Kapitel 7 beschreibt dabei die Fallstricke bei der Erfassung von Anforderungen, Lösung von unmöglichen Problemen und alles, was im Vorfeld eines Projektes auf einen lauert. Im letzten Kapitel wird der pragmatische Ansatz vom einzelnen Entwickler auf ein ganzes Team ausgeweitet. Dabei werden u.a. Themen wie Continuous Integration und schonungsloses Testen beleuchtet.

Der Pragmatische Programmierer

Zusammenfassung

Die beiden Autoren Andrew Hunt und David Thomas haben mit The Pragmatic Programmer ein wunderschönes Sammelsurium von insgesamt 70 Tipps zusammengestellt. welches auch in der deutschen Übersetzung Der Pragmatische Programmierer erhältlich ist. Beim Lesen der über 300 Seiten kam keine lange Weile auf. Das mag auch daran liegen, dass zum Ende jedes Abschnittes passende Herausforderungen und Übungsaufgaben auf den Leser warten. So kann das eben gelesene gleich praktisch angewandt werden.

Abschliessend kann ich das Buch jedem Entwickler, egal ob bereits ein alter Hase oder ein blutiger Anfänger, als Pflichtlektüre empfehlen. Ich behaupte, dass Entwickler, die dieses Buch gelesen und verinnerlicht haben, ihre tägliche Arbeit wesentlich effizienter erledigen können, als andere. Wie ich zu diesem Schluss komme? Nun; lies das Buch und du wirst sehen, warum 🙂

Rezension: The Pragmatic Programmer
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