Rezension: Agile Software Engineering with Visual Studio

Auf den ALM Days 2011 alias TeamConf gab es für jeden Teilnehmer das brandaktuelle Buch „Agile Software Engineering with Visual Studio: From Concept to Continuous Feedback“ als kleines Schamkerl. Perfekt. Denn das Werk von Sam Guckenheimer, Product Owner of Microsoft Visual Studio und Neno Loje, ALM Consultant und TFS Experte, stand bereits vor der Konferenz auf meiner Wunschliste.

Das 10 Kapitel umfassende Werk führt den Leser einmal durch den kompletten agilen Lebenszyklus der Softwareentwicklung. Das ganze in Verbindung mit den Microsoft eigenen Tools Visual Studio, Team Foundation Server und Microsoft Test Manager.

Agile Software Engineering with Visual StudioWähren im ersten Kapitel The Agile Consensus noch auf die Grundlagen der agilen Softwareentwicklung eingegangen wird, wird es im zweiten Kapitel Scrum, Agile Practices and Visual Studio bereits konkreter. Hier gibt es einen groben Überblick über die Bestandteile von Scrum und wie der TFS im agilen Umfeld Unterstützung bieten kann. Die nächsten beiden Kapitel Product Onwership und Running the Sprint zeigen detailliert, welche Aufgaben den Scrum-Rollen Product Owner, Scrum Master und Scrum Team zugeordnet sind.

Während die ersten 4 Kapitel erstaunlicherweise wenig auf die Microsoft Tools eingehen, wird das ab Kapitel 5, Architecture anders. Ab hier kommen die Microsoft Tools zum Einsatz. Es wird gezeigt, wie das Visual Studio beim Entwickeln neuer und Erlernen vorhandener Architektur hilft. Weiter geht es in Kapitel 5, Development mit der eigentlichen Entwicklung eines Sprints. Von CheckIn-Policies zum Erhalt einer sauberen Code-Basis über die Unterstützung von testgetriebener Entwicklung bis hin zum parallelen Entwickeln in verschiedenen Zweigen werden alle Aspekte eines agilen Entwickleralltags beschrieben.

Zu einer agilen Arbeitsweise gehört auch Continuous Integration und Testing. Darauf gehen die nächsten beiden Kapitel, Build and Lab sowie Test sehr ausführlich ein. Die Autoren zeigen, wie der TFS voll automatisch Builds erstellt und auf diverse virtuelle oder physische Testmaschinen verteilt. In den Labs können automatische und/oder manuelle Tests durchgeführt werden, die von den Testern dank des Microsoft Test Managers komfortabel verwaltet werden können.

Die letzten beiden Kapitel, Lessions learned at Microsoft Developer Devision und Continuous Feedback zeigen, welche Lehren die Microsoft Developer Devision aus der Einführung agiler Methoden gezogen und welchen Fortschritt sie dadurch erfahren hat. Das letzte Kapitel gibt noch einen Ausblick auf die kommende Version vom Visual Studio und wie dieses besonders beim Thema Continuous Feedback punkten kann.

Das Buch bietet meiner Meinung nach einen gelungenen Rundumschlag zum Thema agile Softwareentwicklung, Scrum und das Zusammenspiel in Visual Studio und dem Team Foundation Server. Bedingt durch den Umfang von 352 Seiten können die beiden Autoren natürlich nicht bis ins kleinste Detail gehen. Dafür bieten sie aber sehr viele weiterführende Links an, über die bei Bedarf gezielte Informationen abgerufen werden können. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der im agilen Umfeld mit den Microsoft Tools arbeitet.

Wer nun Blut geleckt hat, kann sich das Buch für unter 30 Euro bei Amazon kaufen. Das ist sicher gut angelegtes Geld.

 

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