Galileo <openbooks> am eBook Reader lesen

Wer kennt sie nicht, die Galileo <openbooks>. Dort findet der geneigte Leser eine Auswahl an Galileo Fachbüchern zum kostenlosen online Lesen. Doch wer schon einmal versucht hat, ein ganzes Buch von mehreren hundert Seiten auf dem Laptop oder selbst auf dem Tablet zu lesen weiß, dass diese Art von Displays die Augen früher oder später ermüden.

Wirklich angenehm liest man ein Buch auf totem Holz oder auf dessen elektronischem Pendant, den E-Ink Displays. Die finden sich heute in modernen eBook Readern, wie dem Sony PRS-T3 oder dem Amazon Kindle (Amazon Affiliate Link). Doch wie bekommt man die online-Ausgabe der Galileo <openbooks> auf die Geräte? Das ist nicht ganz so trivial und komfortabel wie ein “Send to Kindle” Button, aber es geht.

 

Schritt1: HTML herunterladen und bereinigen

Als erstes müssen die HTML-Seiten heruntergeladen und von allem unnötigen Ballast befreit werden. Diese Aufgabe übernimmt der Galileo-Openbook-Cleaner von Alexander Kriegisch. Wer das Java-Programm nicht selber aus den Quellen übersetzen möchte, kann sich ein fertiges JAR File herunterladen.

Ruft man das Java-Paket ohne Parameter auf, erhält man eine aussagekräftige Hilfeseite. Dort finden man auch alle Bücher, die das Programm kennt und verarbeiten kann. Ein erneuter Aufruf mit den Ids der gewünschten Bücher als Startparameter startet das Tool.

GalileoOpenbookCleaner-Kommandozeile

Nach erfolgreicher Arbeit findet man im Ausführungsordner die heruntergeladene Zip-Datei(en) mit den original HTML-Seiten sowie je Buch einen Ordner mit den bereinigten HTML-Dateien.

Ordnerstruktur

Schritt 2: HTML in ePub, mobi und Co konvertieren

Die HTML-Seiten sehen schon sehr übersichtlich aus. Doch um sie auf den eBook-Reader zu beamen, liegen sie noch nicht im richtigen Format vor. Für die Konvertierung kommt die eBook-Verwaltung Calibre zum Einsatz.

Calibre

Die frisch bereinigten HTML-Seiten fügt man Calibre als neues Buch hinzu. Hier ist einfach die index.html Datei aus dem oben entstandenen Ordner zu wählen. Ist das Buch importiert, kann man noch die Metadaten wie Titel, Tags und das Coverbild bearbeiten. Freundlicherweise packt der Galieo-Openbook-Converter ein passendes Cover in das Ausgabeverzeichnis.

Calibre-MetaDatenBearbeiten

Sind alle Metadaten nach eigenem Gusto angepasst, kann das Buch über Calibre in das gewünschte Zielformat konvertiert werden. Calibre kennt so gut wie jedes eBook-Format. Die wohl bekanntesten sind ePub, mobi und azw.

Calibre-Konvertieren

Schritt 3: eBook auf Reader übertragen und Galileo <openbook> genießen

Nachdem die oberen Schritte ausgeführt sind, bleibt nur noch das frisch konvertierte eBook auf den Reader seines Vertrauens zu beamen. Auch da hilft einem Calibre. Es kann sowohl an einen über USB angeschlossenen eBook-Reader direkt übertragen, per E-Mail an den Kindle senden oder die gesamte Bibliothek als Webseite im lokalen Netz zum Herunterladen der Bücher breitstellen. Alles, was das Herz begehrt.

Calibre-Inhalteserver

Nach getaner Arbeit steht dem Lesevergnügen der Galileo <openbooks> auf dem Lieblingsreader nichts mehr im Wege.

Übrigens kann Calibre eBooks nicht nur konvertieren sondern auch hervorragend verwalten. Wer es nicht kennt und viele eBooks sein Eigen nennt, sollte mal einen Blick drauf werfen.

Galileo <openbooks> am eBook Reader lesen
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