Universal Windows Platform Apps in virtueller Maschine mit funktionierenden Emulatoren

Das Entwickeln von Software in virtuellen Maschinen wird immer beliebter. Riesen Vorteil ist, dass man auf einer physischen Maschine, mehrere Systemumgebungen parat haben kann, die bei Bedarf auch parallel und jeweils für sich isoliert laufen. Weiterhin ist eine so aufgesetzte Entwicklungsumgebung schnell auszutauschen und das Host System selbst bleibt weitestgehend sauber.

Wer sich nun dafür entscheidet, seine Entwicklungsumgebung in eine virtuelle Maschine zu verfrachten und zudem die brand aktuellen Universal Windows Apps (UWP) oder alternativ Apps für Windows 8.1 oder Windows Phone 8.1 bauen möchte, kommt um den Einsatz von Hyper-V für die entsprechenden Emulatoren nur schwer herum. Und wer schon einmal in einem virtuellen Gast System versucht hat, Hyper-V zu aktivieren, wird wissen, das das nicht ohne weiteres geht.

Die meisten mir bekannten Hypervisor Technologien unterstützen kein nested virtualizing. Sprich eine virtualisierte Umgebung innerhalb einer bereits virtualisierten Umgebung. Für Virtual Box zum Beispiel gibt es bereits seit 2009 ein entsprechendes Feature Request, welches bis dato noch nicht umgesetzt wurde.

Die einzige mir bekannte Möglichkeit für nested virtualizing bietet VMWare mit ihren Produkten Workstation und Player. Die Aktivierung ist nicht ganz intuitiv, weshalb ich sie hier in kurzen Schritten anhand des VMWare Players skizzieren möchte.

Als erstes legen wir eine neue virtuelle Maschine an und wählen die Version vom Gastsystem.

new virtual machine

Bevor der Wizard geschlossen und das Gastsystem installiert wird, muss über Customize Hardware die virtuelle Hardware angepasst werden.

customize hardware

Dort wird im Reiter Processors unter Virtualize engine die Option Virtualize Intel VT-x/EPT or AMD-V/RVI aktiviert.

customize processor settings

und als letzter Schritt muss die VMX Datei mit einem Texteditor um den Eintrag

erweitert.

change vmx file

Danach kann das Gastsystem installiert und anschließend in den Windows Features Hyper-V aktiviert werden.

hyper-v active

Wer bereits eine virtuelle Entwicklungsumgebung hat, kann die Anpassungen an den virtuellen Hardwareeinstellungen und der VMX Datei auch im Nachhinein vornehmen, um Hyper-V zu aktivieren.

Update 09.08.2015

Nach etwas weiterer Recherche habe ich noch einen einfacheren Weg gefunden, Hyper-V in einem Windows Gastsystem zu aktivieren. Ich weiß nicht, mit welcher Version der VMWare Tools die Option Einzug gehalten hat, aber ein erster Test lief erfolgreich.

In den Virtual Machine Settings gibt es bei der Auswahl der Microsoft Windows Version eine Option Hyper-V (unsupported).

hyper-v unsupported

Ist diese Version ausgewählt, lässt sich im Windows Gastsystem Hyper-V auch ohne händisches Anpassen der VMX Datei aktivieren.

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